“Zauberische Techniken” sind übrigens solche, die Gegenstände verwenden, beispielsweise Kelche, Räucherwerk und Oblaten Hostien, wie beispielsweise in der katholischen Messe.
Nach dieser länglichen Einführung kommen wir endlich zum heutigen Thema: dem Geheimen Garten. Das ist eine Technik aus dem Huna. Huna bezeichnet sich als “hawaiianischer Schamanismus”, ist aber in Wirklichkeit ein Produkt des New Thought, der wohl einflußreichsten neuzeitlichen spirituellen Bewegung, die im 19. Jahrhundert in den USA ihren Anfang nahm. Ich persönlich hatte einige sehr gute Huna-Lehrer, aber es gibt auch bekannte Namen im Geschäft, von denen ich eher abraten würde, weil sie eine wohl grundsätzliche Regel der Magie (“Abstrahiere!”, im Sinne von: Visualiere oder zeichne dein Ziel so, daß es auf den ersten Blick für dein Wachbewußtsein nicht erkennbar ist) mißachten.
Der Garten ist eine schamanische Technik im Sinne Carrolls, funktioniert also auf der Ebene der Vision, Trance und Vorstellung.
Zweck: innere Ruhe erlangen, Selbstheilungskräfte anstoßen, als Ausgangspunkt für Astralreisen verwenden
Methode:
Entspanne dich mit einer geeigneten Technik. Die Entspannung sollte sehr tief sein.
Stell dir vor, wie du durch ein Tor oder eine Türe hindurch in einen Garten gehst. Gestalte diesen Garten ganz nach deinen Wünschen. Wenn du möchtest, daß dir hilfreiche Wesen zur Seite stehen, visualisiere diese. Wie sieht dein Garten aus? Wie groß ist er? Welche Pflanzen wachsen dort? Ist ein Gewässer in der Nähe? Vielleicht steht auch ein Gebäude in deinem Garten. Dieses Gebäude wird in der Westlichen Magie als “Tempel” bezeichnet und kann dir später sehr hilfreich sein. Wie sehen deine Helfenden Wesen aus? Haben sie Namen? Du kannst deinen Garten bei jedem Besuch weiter ausbauen oder Details hinzufügen.
Wenn du Entspannung suchst: Streife durch deinen Garten, gehe in Winkel, in denen du noch nie warst.
Mache einen Spaziergang. Dies ist dein Garten, und er ist so groß, so schön, so bunt und so friedlich, wie du ihn haben willst. Vielleicht richtest du dir ein ruhiges Plätzchen in deinem Garten ein, wo du ganz alleine und ungestört sein kannst.
Wenn du deine Selbstheilungskräfte (psychische und körperliche) anstoßen willst: Gehe in deinen Garten und bitte ihn, dir die Stelle zu zeigen, die mit deinem Leiden zusammenhängt. Beispielsweise: Du hast rasende Kopfschmerzen und besuchst deshalb deinen Garten. Du könntest ihn also fragen: “Lieber Garten, bitte zeige mir die Stelle, wo mein Kopfweh ist”. Dein Garten wird dir die Stelle zeigen. Sie wird erfahrungsgemäß krank oder verwittert, kurz: ungesund, aussehen.
Ersetze nun diese Stelle (meistens wird es aussehen wie eine Pflanze, aber es hat auch schon Fälle gegeben, in denen es durch ein krankes oder gefährliches Wesen oder einen kaputten oder gefährlichen Gegenstand symbolisiert wurde) durch etwas Schönes und Gesundes. Um unser obiges Beispiel vom Kopfweh wieder aufzugreifen: Nehmen wir an, die Stelle in deinem Garten, wo dein Kopfweh ist, wird symbolisiert durch eine verwelkende Rose. Stelle dir nun intensiv vor, wie du deine Rose mit “Wunderwasser” und “Heilstrahlen” wieder gesund machst. Oder du schneidest die kranken Stellen aus und gießt die Rose, damit sie gesund nachwächst. In deinem Garten hast du natürlich alle Werkzeuge und magischen Hilfsmittel, die du brauchst. Dies ist dein Garten, und er ist perfekt! Arbeite solange an dem Symbol, bis es wieder völlig gesund ist.
Wenn du deinen Garten als Ausgangspunkt für Astralreisen verwenden willst: Traditionell geht man im Schamanentum nach UNTEN, wenn man seine Totemtiere und andere Helfer treffen möchte, und nach OBEN, wenn man seinem Schutzgeist (in der Westliche Magie “Heiliger Schutzengel” genannt) begegnen will. Du kannst dich in deinem Garten die Stelle(n) suchen, an denen du ab- oder aufsteigen kannst.
Wenn du einen sehr einfachen, sehr sanften und sehr wirksamen Einstieg in schamanische Techniken suchst, dann versuche es mit dem Garten. Er ist wirklich ganz und gar erstaunlich.
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